über uns


über uns

Wir sind die Schafzuchtgenossenschaft Konolfingen und Umgebung. Wir zählen ca. 55 Mitglieder, wovon etwa 26 aktiv in der Schafzucht tätig sind. Unsere Schafrasse ist das Braunköpfige Fleischschaf (BFS). Der Herdenbuchbestand beträgt etwa 250 bis 280 Tiere. Die meisten unserer Tiere sömmern wir 

auf der genossenschaftseigenen Alp Wildenstein, oberhalb Därstetten im Simmental. Zur Genossenschaft gehören ebenfalls die drei Herdenschutzhunde Simba, Bagihra und Larry, die im Sommer auf dem Wildenstein zum Rechten schauen. 

Vorstand

Präsident
Peer Moser
seit 2023

Vize Präsident
Simon Josi
seit 2025

Sekretär
Franco Stucki
seit 2023

Kassier
Christoph Künzi
seit 2023

Zuchtbuchführer
Adrian Brenzikofer
seit 2017

Wägmeister
Hansueli Gerber
seit 1993

Bergvogt
Beat Rindlisbacher
seit 2015

Rechnungsrevisor
Erich Schafroth
seit 2017

Rechnungsrevisor
Oskar Schöni
seit 2024

Herdenschutzhunde

Von links nach rechts: Campanela Jg. 2009, Simba Jg. 2017 und Bagihra Jg. 2017, (Hundeführer: Hansueli Gerber und Anton Hodel). 

Hundeart: Maremmen-Abruzzen-Herdenschutzhunde

Unsere drei Herdenschutzhunde sind im Moment unsere einzige und beste Versicherung gegen die Grossraubtiere.
Den Sommer verbringen sie auf der Alp Wildenstein und die restlichen neun Monate sind sie in Häutligen bei Familie Brenzikofer.

Leider mussten wir im 2019 von unserem ersten Herdenschutzhund Ferox Abschied nehmen. Daraufhin hat uns auch die treue Hundedame Campanella, im März 2023, verlassen. Die beiden haben gute Pionierarbeit geleistet und waren vorbildliche Herdenschutzhunde.

Alp Wildenstein

Die genossenschaftseigene Alp Wildenstein liegt oberhalb von Erlenbach und Därstetten im Simmental. Eingebettet zwischen Stockenfluh und Looherenalp erstreckt sich der "Wiudestei" mit dem Stockhorn im Rücken.
Von der Alp Vorderstocken ist die Alp in 30 Minuten zu Fuss erreichbar.
Der höchste Punkt liegt auf 1938 M.ü.M. und die Fläche beträgt ca. 24 Hektaren.
Die maximale Auslastung beträgt 12.4 Normstösse, das entspricht etwa 150-160 Schafe / 100Tage. Jedes Jahr werden ca. 2.5 km Zäune (davon 1.4 km 4-fach Stacheldraht) erstellt und wieder abgelegt.
Die Hütte ist einfach eingerichtet (kein Strom und kein fliessendes Wasser) und bietet Platz für ungefähr 20 Sitzplätze und 10 Übernachtungsplätze.
Seit dem Jahre 1970 wird die Alp Wildenstein von der Schafzuchtgenossenschaft Konolfingen und Umgebung bewirtschaftet.

Chronik

Geschichte und Entwicklung der Schafzucht sind annähernd so alt wie die Menschheit selber. Das Schaf ist eines der ältesten, vielseitigsten und anpassungsfähigsten Nutztiere.

 

Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass das Schaf in der Menschheitsgeschichte und in unserer Christlichen Kultur einen wichtigen Platz einnimmt. Wer von uns könnte sich schon eine Weihnachtsfeier ohne Schafe und Hirten vorstellen? Unser Handeln wird aufgrund von Überlieferungen und den sich stets verändernden Einflüssen wie Gesetzen, Wirtschaftlichkeit, Zuchtnormen, Ökologie und Zeitgeist (Umwelt, Luchs, Wolf, Bär) wesentlich beeinflusst.

 

Mitten in der Weltwirtschaftskrise gründeten sieben initiative Züchter die Schafzuchtgenossenschaft Amt Konolfingen. Geburtsort der neuen Institution war das legendäre „Aeschlenhüsi“, an der Strasse Oberdiessbach-Linden gelegen. Während vielen Jahren blieb es Stammlokal der Schäfeler. Hier ist die Feststellung erlaubt, dass ausser den Zuchtzielen auch die menschlichen Komponenten grosse Bedeutung hatten. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Wegen der in Aussicht stehenden Subventionen musste ein Ort in der Bergzone gewählt werden und zudem stammte der Initiant und erste Präsident Alfred Beutler aus Aeschlen. Die übrigen Gründungsmitglieder waren im Otterbach, in Freimettigen und Konolfingen wohnhaft.

 

Wir gehen davon aus, dass es vorwiegend wirtschaftliche Überlegungen waren, die zur Gründung der Schafzuchtgenossenschaft geführt haben. Arbeitslosigkeit, Preiszerfall und Unsicherheit schürten Existenzängste, die, wie sich später bestätigte, voll begründet waren. Schaffleisch und Wolle wurden Erzeugnisse, die insbesondere während der Krise und den nachfolgenden Kriegsjahren in der Selbstversorgung grosse Bedeutung erlangten und die Schafzucht und -haltung begünstigten.

 

Vielseitigkeit und Anpassungsfähigkeit sind Herausforderungen, der sich die Schafzuchtgenossenschaft seit ihrem Bestehen stellen musste und auch in Zukunft nicht davon verschont bleiben wird.

 

Chronologie wichtiger Ereignisse

 

1932 Sieben Züchter gründen am 14. August die Schafzuchtgenossenschaft Amt Konolfingen.

1933 Beitritt zum Bernischen Schafzuchtverband.
1952 Genossenschaft feiert das zwanzigjährige Bestehen.
1957 Beitritt zum Interkantonalen BFS-Verband. Die „abtrünnigen Kurzenberger“ gründen die Schafzuchtgenossenschaft Linden.

1963 Pacht der Vorweide „Weiggelen“ bei Oberdiessbach; Kündigung 1994.
1964 Die Widderschau wird von Langnau nach Konolfingen verlegt.
1969 Beschluss der ausserordentlichen Hauptversammlung vom 28. November, die Alp Wildenstein oberhalb Därstetten im Simmental zu kaufen. Fläche: 25 ha Weide und Wald. Amtlicher Wert: Fr. 9'070.--. Kaufpreis: Fr. 25'000.--. Liegenschaftskauf erfordert Statutenänderung und Handelsregistereintrag.

1970 Namensänderung: Schafzuchtgenossenschaft Konolfingen und Umgebung, Genossenschaft stellt erstmals an der BEA aus.

1973 Erste Ausbauetappe an der Alphütte „Wildenstein“. Permanente Weiterführung der Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten.


1979 Beitritt zum Mittelländischen Schafzuchtverband; Austritt 1997
1981 Erstes Schäfelertreffen auf der Alp Wildenstein.
1982 Jubiläumsschau und Feier „50 Jahre Schafzuchtgenossenschaft Konolfingen und Umgebung“.

1983 Besuch einer Deutschen Schäfelerdelegation.
1984 Züchtertagung des Interkantonalen BFS-Verbandes im Bären, Konolfingen-Dorf.
1986 Genossenschaftswanderung Gurnigel-Stockhorn (Nachtessen und Uebernachtung) -Wildenstein

1987 Besuch einer Schäfelerdelegation aus der Ostschweiz.
1988 Exkursion in den Kanton Thurgau.
1992 Schafzuchtgenossenschaft beteiligt sich am Umzug des Jodlerfestes in Konolfingen.
1993 Organisation der Alpwanderung des Verbandes Bernischer Schafzucht-genossenschaften, Besuch der Genossenschaftsalp Wildenstein.

1998 Schäfeler-Delegation aus England besucht die Alp Wildenstein.
2001 Schwäbische Schafhalter besuchen die Alp Wildenstein.
2006 Revision der Statuten und Bereinigung der Kapitalstruktur.
2007Jubiläum „75 Jahre Schafzuchtgenossenschaft Konolfingen und Umgebung“. Durchführung der Alpwanderung des Verbandes Bernischer Schafzucht-genossenschaften.
2010 Anschaffung des ersten Herdenschutzhundes Ferox
2011 Anschaffung des zweiten Herdenschutzhundes Campanella
2012 Zweite grössere Ausbauetappe an der Alphütte Wildenstein
2019 Anschaffung von zwei weiteren Herdenschutzhunden Baghira und Simba. Ferox verstarb im Frühling.
2020 Jubiläumsfest 50. Jahre Alp Wildenstein
2022 Jubiläum "90 Jahre Schafzuchtgenossenschaft Konolfingen und Umgebung"
Durchführung einer Spezial-Beständeschau
 2022 Grösste Schafzuchtgenossenschaft der Schweiz anhand der Herdenbuchtiere

 

Die Einleitung und die chronologische Auflistung der Daten und Ereignisse ist ein Versuch, die Geschichte der Schafzuchtgenossenschaft kurz zu umreissen. Die Zusammenfassung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist in keiner Weise wertend. Für einzelne, langjährige Züchterinnen und Züchter nichts Neues. Im Gegenteil, sie wären in der Lage noch viel mehr zu erzählen. Jüngeren dagegen soll damit ein Denkanstoss gegeben werden, damit sie mit eigenen Vorstellungen und Erfahrungen die künftige Geschichte mitschreiben können.

 

Als historisch bedeutungsvoller Entscheid darf der Kauf der Alp Wildenstein bezeichnet werden. Er brachte eine neue Dimension in die Aktivitäten der Genossenschaft. Das Problem der Sömmerung auf fremden Alpen wurde einerseits weitgehend gelöst; anderseits kamen neben finanziellen Verpflichtungen auch arbeitsmässig grosse Anstrengungen dazu. Neben der eigentlichen Weidepflege und dem Unterhalt der Zäune wurden in den vergangenen Jahren an der schön gelegenen stattlichen Alphütte entscheidende Sanierungs- und Ausbauarbeiten ausgeführt. Ob wir sie als Basislager oder Stammlokal bezeichnen, ist wohl kaum entscheidend. Sie ist ruhender Pool im Sommerhalbjahr und hat das Geschehen in der zweiten Hälfte des Genossenschaftsdaseins miterlebt. Schade, dass sie nicht selber reden kann. Neugierigen wird hier ein Blick in die Hüttenbücher empfohlen! Das Dasein der Hütte ist Tatsache und mit ihr auch die künftigen Herausforderungen. Vergessen wir nie: „Nur echte Anstrengung bringt echte Befriedigung“.

 

Kernaufgaben der Genossenschaft sind Zucht, Haltung und Förderung aller guten Eigenschaften der Rasse Braunköpfiges Fleischschaf (Oxford). Die Zuchtergebnisse kommen einerseits beim Schönheitswettbewerb auf den Schau- und Ranglisten und anderseits beim Schlachterlös zum Ausdruck. Der Absatz der nachwachsenden Rohwolle und der geringe Erlös aus dem Wollverkauf sind heute im Vergleich zur Gründungszeit eher problematisch und belasten die Produktionskosten. Diese Situation wird so lange andauern, als wir bei der Weiterverarbeitung dieses Naturprodukts nicht von Abfallentsorgung sprechen!

 

Sowohl bei den Standards der Zuchttiere wie auch bei der Fleischqualität und der Vermarktung sind die Verbesserungsbestrebungen permanent. Der Einfluss der Importpreise für Schaffleisch wird ein Dauerbrenner bleiben und für entsprechende Schwankungen sorgen.

 

Die Messlatte für die Zuchtleistungen sind die Ergebnisse der periodischen Kleinvieh- und Widderschauen in Konolfingen, sowie die Teilnahme an den Schafausstellungen und Märkten von Balsthal (heute Deitingen), ehemal Burgdorf, Langnau (heute Schüpbach), Münsingen, Zweisimmen, Interlaken, Ruswil, usw. Die Konolfinger Züchter sind bekannt und figurieren häufig auf den Spitzenplätzen der jeweiligen Ranglisten. Ihr Lohn sind stolze Preise für den dadurch ausgelösten regen Handel mit Zuchttieren. Züchterfleiss und Glück im Stall bilden die Ausgangslage. Die Mitglieder stellten und stellen sich aber auch für Markt-, Verbands- und Expertentätigkeiten zur Verfügung.

 

Der stete Wandel ist das einzig Sichere, das uns das Leben beschert. Initiative, vielseitige und anpassungsfähige Menschen haben es geschafft, die Geschicke der Genossenschaft während all den Jahren zu lenken. Sie haben es verstanden, Fachwissen, Erfahrung und Motivation weiterzugeben und so den Nachwuchs sicherzustellen.

 

Interessierte und verständnisvolle Partnerinnen haben uns Züchter bei unzähligen Gelegenheiten und Anlässen unterstützt. Die gut organisierten Schäfelertreffen auf dem Wildenstein, der beliebte Schäfelerabend im Schützenhaus Häutligen und die Präsenz bei allen Anlässen bleiben unvergessen.

 

EIN HERZLICHES DANKESCHÖN GEHT AN ALLE, die seit der Gründung bis zum heutigen Tag in vielfältiger Art zum guten Gelingen beigetragen haben. Mit Freude und Stolz können die Züchterinnen und Züchter der Schafzuchtgenossenschaft Konolfingen und Umgebung mit Stolz auf ihr langjähriges Bestehen zurückblicken.

Funktionäre der Genossenschaft von 1932 bis heute


Präsident:                                                            Sekretär:

Alfred Beutler          1932 - 1949                       Ernst Berger          1932 - 1938
Albrecht Berger       1949 - 1957                       Fritz Künz              1938 - 1944
Christian Blatter      1957 - 1970                       Fritz Bärtschi        1944 - 1949
Ernst Pfister             1970 - 1977                       Peter Jutzi            1949 - 1957
Hans Gerber            1977 - 1981                        Otto Stucki            1957 - 1970
Walter Nydegger     1981 - 1989                        Anton Moser        1970 - 1980
Urs Häusler              1989 - 1996                        Fritz Hofer            1980 - 2004
Anton Moser            1996 - 2001                        Miriam Meyer      2004 - 2014
Christian Hofer        2001 - 2005                        Andreas Friedli    2014 - 2017
Urs Häusler              2005 - 2007                        Adrian Gerber      2017 - 2023
Andreas Friedli        2007 - 2015                        Franco Stucki       2023 -
Rolf Brenzikofer      2015 -  2023
Peer Moser              2023 -   
 
Zuchtbuchführer:                                                Kassier:
Fritz Fankhauser       1932 - 1935                     Ernst Berge           1932 - 1938
Peter Jutzi                  1935 - 1957                     Fritz Künzi             1938 - 1946
Fritz Künzi                  1957 - 1968                     Fritz Schlüchter     1946 - 1950
Walter Gfeller             1968 - 1992                    Hans Schaller         1950 - 1961
Rudolf Kunz                1993 - 1996                    Fritz Schaffer          1961 - 1977
Urs Häusler                 1996 - 2007                    Andreas Hofer        1977 - 2001
Miriam Kunz                2002 - 2017                   Andreas Friedli       2001 - 2007
Adrian Brenzikofer     2017 -                             Adrian Brenzikofer 2007 - 2017
                                                                               Peer Moser              2017 - 2023
                                                                               Christoph Künzi       2023 -

Bergvogt:                                                           Wägmeister: 
 
Walter Nydegger          1976 - 2008               Künzi Fritz                ???? - ????
Hansueli Hofer             2008 - 2015               Gfeller Walter           ????  - 1992
Beat Rindlisbacher      2015 -                         Gfeller Peter             1992 - 1993
                                                                            Hansueli Gerber       1993 -

Kontakt

Wir geben gerne weiter Auskünfte unter:

Präsident
Peer Moser
079 627 17 10 / [email protected]